Dr. med. Anna Bednorz - Augenarzt Norderstedt

IVOM-Therapie

Effiziente Behandlung von Netzhauterkrankungen

IVOM-Therapie Norderstedt Augenarzt

Die IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamenteneingabe) ist ein modernes und bewährtes Verfahren zur Behandlung von Netzhauterkrankungen. Dabei wird ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Ziel ist es, krankhafte Veränderungen der Netzhaut gezielt zu beeinflussen und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen oder aufzuhalten. Dank dieser minimal-invasiven Methode können Patienten heute deutlich länger ihre Sehkraft erhalten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist jedoch eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Nachsorge.

Wann kommt die IVOM-Therapie zum Einsatz?

Die IVOM wird insbesondere bei folgenden Erkrankungen angewendet:

  • Feuchte Form der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetisches Makulaödem bei Patienten mit Diabetes mellitus
  • Netzhautvenenthrombosen mit begleitendem Makulaödem
  • Myopische Makuladegeneration (bei starker Kurzsichtigkeit)
  • Und weitere Netzhauterkrankungen

Diese Erkrankungen führen unbehandelt häufig zu einer erheblichen Verschlechterung des Sehvermögens. Die IVOM-Therapie bietet hier eine wirksame Möglichkeit, die Sehleistung möglichst lange zu erhalten. Durch die gezielte Injektion mit einer extrem dünnen Injektionsnadel gelangt das Medikament gelangt direkt dorthin, wo es gebraucht wird und kann seine volle Wirkung entfalten. 

Insbesondere bei der feuchten Makuladegeneration sorgt der körpereigene Botenstoff „VEGF“ für die krankhafte Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut. Mittels IVOM werden die Medikamente Lucentis, Avastin oder Eylea injeziert, die als sogenannte "VEGF-Hemmer" agieren. Sie blockieren den Botenstoff VEGF und hemmen das Wachstum krankhafter Blutgefäße. Dadurch reduzieren sich auch bereits entstandene Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Injektion erfolgt unter sterilen Bedingungen in den von uns empfohlenen OP-Zentren. Vor der Injektion wird das Auge örtlich betäubt und gründlich desinfiziert, um Infektionen zu vermeiden. Der eigentliche Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzfrei. Damit die Medikamente langfristig wirken können, werden die Injektionen in bestimmten Abständen wiederholt.

In Kürze bieten wir IVOM-Therapien in unserem eigenen OP-Zentrum in unseren Praxisräumen an. Hierüber informieren wir auf dieser Seite.

Treat and Extend-Schema

Individuell angepasste IVOM-Therapie – Das Treat-and-Extend-Schema ist eine moderne Behandlungsstrategie für die IVOM-Therapie. Ziel ist es, die Therapie möglichst effizient zu gestalten, das Risiko für das Auge zu minimieren und die Belastung für die Patient*innen zu reduzieren – ohne die Therapieerfolge zu gefährden.

„Treat-and-Extend“ heißt wörtlich übersetzt „Behandeln und Ausdehnen“. Das Schema folgt dabei einem klaren Prinzip: Zu Beginn werden regelmäßige Injektionen verabreicht, z. B. alle 4 Wochen. Sobald die Netzhaut stabil ist (kein Flüssigkeitsnachweis mehr in der bildgebenden Diagnostik, keine weitere Verschlechterung des Sehens), beginnt die Verlängerungsphase. Die Abstände zwischen den Injektionen werden schrittweise verlängert, oft in 2-Wochen-Schritten: 6, 8, 10 bis max. 12 Wochen. Falls sich neue Krankheitszeichen zeigen, wird das Intervall wieder verkürzt. 

Hiermit wollen wir das individuell längstmögliche, noch wirksame Injektionsintervall finden – mit möglichst wenigen Injektionen und Arztbesuchen, aber gleichzeitig guter Krankheitskontrolle. 

Das Treat-and-Extend-Modell wird insbesondere bei feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD), Diabetischem Makulaödem und Netzhautvenenthrombosen mit Makulaödem angewandt.