Dr. med. Anna Bednorz - Augenarzt Norderstedt

Glaukom-Vorsorge

Früherkennung kann Sehvermögen retten

Warum Glaukom-Vorsorge?

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko auf ein Glaukom und damit eine Schädigung des Sehnervs auf etwa 2,4 Prozent, im höheren Alter auf rund 7 Prozent. Dabei ist der Grüne Star bereits sehr frühzeitig vom Augenarzt diagnostizierbar, was die Prognose deutlich verbessern kann: Je früher das Glaukom bemerkt und therapiert wird, desto besser stehen die Chancen, Sehschäden oder gar Blindheit zu verhindern.

Wir empfehlen deshalb, ab dem 40. Lebensjahr alle 2-3 Jahre und ab dem 60. Lebensjahr alle 1-2 Jahre Vorsorgeuntersuchungen zur Glaukom-Früherkennung wahrzunehmen. Die Glaukom-Früherkennung kann nicht nur das Schicksal von Einzelpersonen positiv beeinflussen, sondern auch massive volkswirtschaftliche Kosten zur Behandlung von Patient*innen mit fortgeschrittener Glaukom-Erkrankung vermeiden. Leider zählt sie – wie viele Vorsorgeuntersuchungen – zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und die Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen im Rahmen der Glaukom-Früherkennung eine Basis-Diagnostik, mit der Anzeichen für Glaukomvorstufen und -erkrankung erkannt werden können, und eine erweiterte Diagnostik für Personen mit erhöhtem Glaukom-Risiko oder mit Auffälligkeiten in der Basis-Diagnostik. Die Kosten dieser Leistungen richten sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).


Basis-Glaukom-Diagnostik

Dieses Vorsorge-Paket umfasst zwei relativ einfache Untersuchungen zur Erkennung der häufigsten Glaukomvorstufen und Glaukomerkrankungen:

Augeninnendruckmessung (Tonometrie)

Da ein erhöhter Augeninnendruck den größten Risikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms darstellt, kann diese Untersuchung frühzeitig Aufschluss über Vorstufen oder eine entstehende Erkrankung geben. Bei uns kommt für die Augeninnendruckmessung die Non-Contact-Tonometrie (NCT) zum Einsatz: Ein computergesteuertes Luft-Tonometer gibt einen kurzen, sanften Luftimpuls auf das Auge ab und misst mittels optischer Sensoren die dadurch ausgelöste Formveränderung der Hornhaut. Daraus errechnet sich der Augeninnendruck.

Begutachtung des Sehnervs

Mittels einer vor das Auge gehaltenen Lupe wird der Sehnerv beurteilt. Typische Schädigungen am Sehnerv durch ein Glaukom sind meist frühzeitig erkennbar. 

Empfohlen für: Personen ab 40, alle 2-3 Jahre, ab 60 alle 1-2 Jahre

Kosten: 20 Euro


Erweiterte Glaukom-Diagnostik

Bei Auffälligkeiten können wir eine erweiterte Glaukom-Diagnostik anbieten, die präziseren und tiefschichtigeren Aufschluss über die mögliche Erkrankung geben kann. Hierzu zählen die Gesichtsfeld-Untersuchung, Tagesdruckprofil und / oder Papillen-OCT (pOCT). 

Empfohlen für: Patient*innen mit Auffälligkeiten in Basis-Untersuchungen und Personen aus Glaukom-Risikogruppen

Kosten:

  • Gesichtsfeld-Untersuchung: wird von der Krankenkasse übernommen
  • Tagesdruckprofil: wird von der Krankenkasse übernommen
  • Papillen-OCT (pOCT): 67 Euro