Dr. med. Anna Bednorz - Augenarzt Norderstedt

Netzhaut-Vorsorge

Früherkennung kann Sehvermögen retten

Warum Netzhaut-Vorsorge?

Die meisten Netzhauterkrankungen (wie beispielsweise die altersabhängige Makuladegeneration oder die diabetische Retinopathie) treten schmerzfrei und schleichend auf. Betroffene nehmen erst in einem späteren Stadium Symptome wahr – leider sind dann in vielen Fällen bereits irreparable Netzhautschäden entstanden. Rechtzeitige Vorsorge ist deshalb essenziell, um durch gezielte Therapie so viel Sehvermögen wie möglich für einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen im Rahmen der Netzhaut- und AMD-Vorsorge eine Basis-Netzhautuntersuchung, mit der die Netzhaut beider Augen auf pathologische Veränderungen hin untersucht wird, und eine erweiterte Netzhaut-Diagnostik unter Einsatz der optischen Kohärenztomographie (OCT), welche eine noch ausführlichere Untersuchung der Makula zulässt.

Es handelt sich bei diesen Vorsorgeuntersuchungen um individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zählen. Die Kosten dieser Leistungen richten sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Insofern bei Ihnen bereits eine feuchte AMD oder eine andere Netzhauterkrankung diagnostiziert wurde, werden die Verlaufskosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen.


Basis-Netzhautuntersuchung

Bei einer normalen Spaltlampenuntersuchung ohne Pupillenerweiterung kann nicht die gesamte Netzhaut eingesehen werden (ähnlich wie man durch ein Schlüsselloch nicht den ganzen Raum sieht). Daher muss entweder die Pupille erweitert werden oder eine Weitwinkelkamera angewandt werden. 

 

Variante 1:
Binokulare Untersuchung des Augenhintergrunds (mit Pupillenerweiterung)

Mit einer starken Lichtquelle und einer speziellen Lupe begutachten wir den Augenhintergrund beider Augen. Vorab werden pupillenerweiternde Augentropfen verabreicht, um eine umfassendere Sicht auf den Augenhintergrund zu haben. Diese Untersuchung ist günstiger, schränkt Sie durch die Pupillenerweiterung aber für ein paar Stunden ein: Nach einer Pupillenerweiterung dürfen Sie nicht Auto fahren, da das Sehen verschwommen und die Lichtempfindlichkeit erhöht ist, was die Fahrtüchtigkeit stark einschränkt und die Verkehrssicherheit gefährdet. Sie müssen sich abholen lassen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder ein Taxi nehmen, bis die Wirkung der Tropfen nachlässt (meist nach 2-4 Stunden). 

Empfohlen für: alle Personen, alle 2 Jahre, insbesondere bei Kurzsichtigkeit

Kosten: 25 Euro

 

Variante 2:
optomap-Netzhautscan (ohne Pupillenerweiterung)

Mithilfe der Weitwinkelkamera (optomap) können wir hochauflösende Aufnahmen der Netzhaut ohne Pupillenerweiterung anfertigen und den Gesundheitszustand bewerten. Diese ermöglicht gleichzeitig eine wertvolle Fotodokumentation zur objektiveren Verlaufskontrolle. Da hierfür in den meisten Fällen keine Pupillenerweiterung nötig ist, können Sie Ihren Alltag nach der Untersuchung ohne Einschränkungen fortsetzen. 

Kosten: 41 Euro


Erweiterte Netzhaut-Diagnostik

Unsere erweiterte Vorsorge beinhaltet eine tiefgehendere Untersuchung beider Augen mittels optischer Kohärenztomographie (OCT): Dieses Verfahren ermöglicht es, die Makula (Zentrum des scharfen Sehens auf der Netzhaut) und ihre einzelnen Schichten im Detail darzustellen. Es kann eine Nervenfaserschichtdickenmessung vorgenommen und so der aktuelle Zustand der Makula quantifizierbar erfasst werden. Dies ermöglicht eine sehr genaue Diagnose der altersabhänigen Makuladegeneration und ihres Ausmaßes.

Empfohlen für: Personen mit bereits diagnostizierter AMD, Sehstörungen und bei familiärer Belastung

Kosten: 75 Euro