Die optische Biometrie ist das modernste Verfahren zur präzisen Vermessung des Auges vor der Implantation einer künstlichen Linse, wie sie z. B. bei einer Grauer-Star-Operation oder beim refraktiven Linsenaustausch zum Einsatz kommt. Sie ermöglicht eine kontaktfreie, schmerzlose und hochgenaue Messung aller relevanten Augenparameter – für optimale Sehqualität nach dem Eingriff.
Was passiert bei der optischen Biometrie?
Bei dieser Untersuchung schauen Sie für wenige Sekunden in ein spezielles Messgerät. Mit Hilfe von Infrarotstrahlen erfasst das Gerät – ohne Berührung – wichtige anatomische Daten Ihres Auges, darunter:
- Achslänge des Auges (Abstand zwischen Hornhaut und Netzhaut)
- Hornhautkrümmung (wichtig für torische Linsen)
- Tiefe der Vorderkammer
- Hornhautdurchmesser (Weiß-zu-Weiß-Messung)
- Ggfs. auch die Dicke der natürlichen Augenlinse
Mit diesen Messergebnissen erfolgt eine computergestützte Berechnung der für Sie am besten passenden Kunstlinse – abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche.
Wann wird die optische Biometrie eingesetzt?
- Vor jeder Operation mit Linsenimplantation (Grauer Star, refraktiver Linsentausch)
- Zur Planung von Premiumlinsen wie Multifokal-, EDOF- oder torischen Linsen
- Zur Kontrolle bei Fehlsichtigkeiten mit sehr kurzer oder sehr langer Augenlänge
- Bei unklaren Sehproblemen oder zur Abklärung vor refraktiven Eingriffen
Vorteile der optischen Biometrie auf einen Blick
- Berührungsfreie, schmerzlose Messung – ideal auch für sensible Patient*innen
- Höhere Genauigkeit als ältere Ultraschallverfahren
- Essenziell für die Auswahl individuell angepasster Kunstlinsen
- Schnelle, zuverlässige Ergebnisse für mehr Sicherheit in der Operationsplanung
- Verbesserte Vorhersagbarkeit der postoperativen Sehqualität